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Die Acht ist geschlossen … (2)

5. Mai 2012 

…überschrieb das Naumburger Tageblatt im letzten Jahr einen Bericht über die Freigabe eines weiteren, mit Asphalt versehenen Abschnittes der Saale- Unstrut- Elster- Radacht. Bei dieser Radacht handelt es sich um ein Radwegenetz, welches ab Naumburg verschiedene Radwege im Bereich der Flüsse Saale, Unstrut und Elster nutzt und verbindet.

Nachdem mein Freund Wolfgang Körner und ich im letzten Jahr die Westroute dieser Radacht getestet hatten, nahmen wir uns diesmal die Ostroute vor. 

Vom Naumburger Stadtzentrum aus fuhren wir zunächst den Saale- Radwanderweg Richtung Schönburg. In Höhe „Neuer Welt“ bogen wir ab und kamen durchs Kroppental nach Wethau. Weiter ging es das idyllische Wethautal aufwärts, teils auf der Landstraße, auf Feld- und Waldwegen bzw. auf asphaltierten Radwegen. Kurz vor Osterfeld biegt der Radweg rechts von der Landstraße ab. Auf einem relativ neuen asphaltierten Abschnitt umfuhren wir Osterfeld und gelangten dann wieder auf der Landstraße nach Waldau. Von hier aus ging es auf einem Feldweg die A 9 unterquerend aufwärts bis nach Weickelsdorf. 

Da der nächste Streckenabschnitt auf einem alten Bahndamm erst in diesem Jahr gebaut wird, folgten wir der alten Ausschilderung und kamen über Weißenborn nach Wetterzeube. Hier erreichten wir den Elsterradweg, der uns durch eine idyllische Landschaft nach Zeitz brachte. 

Nach einer kurzen Rast, immerhin lagen schon 50 km hinter uns, wurde es für uns spannend: die nächsten 23 km bis Höhenmölsen waren Neuland für uns. Wie schwer würde es sein, den Weg zu finden? Doch unsere Sorgen waren weitestgehend unbegründet, die Ausschilderung nahezu perfekt. Da wir allerdings einmal ein Schild falsch interpretierten und später einen Wegweiser übersahen, verlängerte sich unsere Fahrstrecke doch etwas. Der Weg führte über Landstraßen, asphaltierte Radwege und teilweise schlecht befahrbare Feldwege durch die Orte Luckenau, Trebnitz und Deuben. Die hier vorherrschende Bergbaufolgelandschaft besitzt natürlich einen ganz anderen Charakter als die zuvor durchquerten lieblichen Flusslandschaften und die Anzahl der Hausruinen in Deuben war ziemlich erschreckend. 

Kurz vor Hohenmölsen erreichten wir dann den Mondsee, den unser Weg teilweise umrundete. Ab Hohenmölsen findet die Saale- Unstrut- Elster- Radacht ihre Fortsetzung auf dem Rippach- Radweg, der uns wohlbekannt ist. Doch dauerte es geraume Zeit, bis wir ihn fanden, denn am Ortseingang von Hohenmölsen brach plötzlich jede Ausschilderung ab, oder hatten wir sie übersehen? Trotz mehrfacher Nachfrage fanden wir Niemanden, der mit dem Begriff Rippach- Radweg etwas anfangen konnte. Man schickte uns kreuz und quer durch die Stadt, was zusätzliche Kilometer kostete. Es wäre wohl besser gewesen, eine Karte mit zu nehmen. 

Als wir den Rippach- Radweg endlich gefunden hatten, befanden wir uns wieder auf vertrautem Terrain. Über Webau, Taucha und Poserna gelangten wir nach Rippach in der Nähe des bekannten Autobahnkreuzes. Ab hier wurde es noch einmal schwierig, hatten doch die Gewitter vor zwei Tagen einige Wegabschnitte erheblich durchweicht bzw. mit Schlamm bedeckt. 

Im nächsten Ort, Dehlitz, erreichten wir wieder die Saale. Von hier aus fuhren wir auf dem asphaltierten Radweg flussaufwärts bis Weißenfels und folgten dann dem Saale- Radwanderweg zurück nach Naumburg. 

Nach 122 gefahrenen Kilometern, für Wolfgang (68) ein neuer persönlicher Rekord, blickten wir auf eine schöne Radtour zurück, die wegen ihrer Länge jedoch nicht jedermann zu empfehlen ist. 

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