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B- wie Bad...

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Bis Bad Dürkheim sind es deutlich mehr als achtzig Kilometer!

Dass wer "A" sagt auch "B" sagen will, ist ja erklärtes Ziel meines kleinen Blogs. In Bad Sulza wollte ich den zweiten Reisebericht durch fremde Betten verfassen.

Das Hotel war gebucht, die Tasche gepackt und eine heftige Infektion im Anmarsch, die mich statt auf eine Liege in der Toscanatherme auf meine Couch befördert hat. Wie passend für meinen zweiten Buchstaben, gibt es nun einen Bericht über Plan B - Bad Dürkheim. Eine Wellnessauszeit, gemeinsam mit Laura, Balsam für mein Mutterherz!

Donnerstag, 30. Oktober 2014, nach einer 60 minütigen Straßenbahnfahrt (!) von Mannheim über Ludwigshafen, vorbei an scheinbar endlosen Weinfeldern, nicht -bergen, sind wir gegen 14:00 Uhr in Bad- Dürkheim angekommen. Die Homepage des Gartenhotels Heusser beschreibt genau den ca. 15minütigen Spaziergang vom Bahnhof bis zu unserer Wellnessoase. Im Eingangsbereich zum Hotelgelände begrüßt uns ein künstlicher Wasserfall, der mit seinem beruhigenden Rauschen sofort vergessen lässt, dass sich unsere Füße gerade noch auf einer Hauptstraße befanden. Wir sind herzlich willkommen, dieses Gefühl vermittelt uns der nette Hotelfachmann an der Rezeption. Unser Zimmer befindet sich in der ersten Etage. Angenehme Größe, die beiden Betten stehen, wie gewünscht, getrennt. Die Einrichtung ist schon etwas älter aber sehr gepflegt. Vom Balkon aus fällt der Blick auf nette Häuser und Villen mit viel Grün und hohen Bäumen. Das Badezimmer, mit Dusche und Tageslicht, besticht mit einem großzügigen Waschtisch und insgesamt viel Platz. Dem Slogan des Hauses: „Ihr persönliches Wohlfühlhotel“ wird man schon hier gerecht.

Die Mittagszeit ist längst vorbei und ein kleines Hungergefühl macht sich bei uns beiden breit. Wir begeben uns auf die Suche nach einem kleinen Imbiss. Der steht für die Hausgäste ab 14:30 Uhr bereit und wir sollen uns gern ausreichend daran bedienen, waren die einladenden Worte beim Check-in. Nach einer Erkundungstour durch verglaste Gänge mit Blick auf sehr schön gestaltete Innengärten und geführt von Kaffeeduft stehen wir vor einem Kuchenbuffet. Wir lassen uns den Kaffee schmecken und auch der Kuchen ist genau das, worauf wir jetzt Appetit haben. So gestärkt kann der Wellnessnachmittag beginnen. Noch schnell eine Massage gebucht für den nächsten Tag, Laura will was gegen ihre Verspannungen tun. Ich hätte mich auch gern massieren lassen aber es gibt nur noch einen Termin. Nun ja, das hätten wir uns natürlich auch früher überlegen können, schließlich sind Telefon und Internet längst erfunden. Wir schlüpfen in den Badeanzug und in den Bademantel, der auf unserem Zimmer bereit liegt und nehmen die vom Haus für uns gepackte Wellnesstasche mit den extra Badetüchern. Diese ist eine tolle Idee und ein schöner Service!

Im Eingangsbereich zum Wellnesstempel gibt es Kuchen, Brezeln, Obst, Wasser, Tee, Kaffee und für uns einen Aha-Effekt. Hier sollten wir uns also ausreichend bedienen. Zu spät, wir werden sicher nicht erfahren, wem wir da den Kuchen weggegessen haben.

Wir begeben uns auf die Suche nach dem Schwimmbad. Vorbei an mehreren sehr schönen Ruhebereichen mit Liegen und Schaukelsesseln, über Treppen und zum Verweilen einladenden Außenbereichen - vorausgesetzt es ist Sommer und warm - gelangen wir zuerst zu den Saunen. Also wieder Treppe runter und hier ist es, das Schwimmbad. Auf 7 x 14 m Wasserfläche sind wir fast allein. Begleitet von angenehmer Musik und wohltuendem Licht plantschen wir ein wenig durch das Nass, probieren die Massagedüsen und finden es trotz der angezeigten 29 Grad etwas zu kühl. Also: auf in die Wärme - auf in die Sauna! Hier gilt, wer die Wahl hat, hat die Qual. Finnische Sauna, Sanarium, Dampfbad, Infrarotkabine oder doch lieber Edelsteinsauna? Wir sind es uns wert und entscheiden uns für die Edelsteine. Bei 80 Grad, ausreichend großen, mit glitzernden und sanft leuchtenden Kristallen dekorierten Saunabänken erleben wir die Entspannung. Danach schaukelt sich Laura in einem der großen Ruhesessel in den Schlaf. Nach einem zweiten Saunagang – Infrarotkabine, Edelsteinsauna, Dampfbad, Erlebnisduschen, Eisbrunnen... – bereiten wir uns auf das Abendessen vor. Wir bekommen einen schönen Tisch am Fenster. Das Restaurant ist gut besucht. Die meisten Gäste haben Halbpension inklusive und wählen aus dem reichlichen Buffetangebot, wir wählen aus der Karte. Drei spannend klingende vegetarische Gerichte finden sich hier. Laura entscheidet sich für gefüllte Zucchini, mir bringt die nette Kellnerin Torteletts mit Schafskäsefüllung, unter Aprikosenkonfitüre und Walnüssen. Vorher durften wir uns vom reichhaltigen Salatangebot bedienen, so dass es nicht so schlimm ist, dass Lauras Kartoffelsuppe vergessen wurde. Die Junge Kellnerin, wir nehmen an noch in der Ausbildung, hat sich dafür nett entschuldigt. Als ich ihr während des Hauptgangs ein Blatt Kapuzinerkresse mit einer Ameise und der Bemerkung, sie soll das doch bitte mit in die Küche nehmen, übergab, reagierte sie mit den Worten, „das ist aus unserem Garten“. Na, von mir aus, soll sie die Ameise zurück in den Garten bringen. Das Essen und der Pfälzer Wein schmecken uns ausgezeichnet und mit einer gratis Kugel Schokoladeneis ist auch die Ameise schnell vergessen.

Wellness ist anstrengend! Wir schlafen schnell ein und sind am Freitagmorgen erst nach Neun im Frühstücksraum. Die Auswahl ist riesig!! Frisch gebratene Spiegeleier zum Sekt oder doch lieber heiße Waffeln zum Kaffee? Alles ist sehr liebevoll zubereitet und für uns vorbereitet. Langsam scheint auch schon mal der eine oder andere Sonnenstrahl durch den Nebel, so dass wir hoffen, den Ort bei schönem Wetter zu erkunden. Tatsächlich schafft es die Sonne, die Stühle vor den Restaurants und Weinstuben des hübschen Städtchens mit Menschen zu füllen. Wir schlecken eine Kugel Dornfelder Eis und nehmen einen Cappuccino in einem Straßenkaffee, schlendern zum Dürkheimer Fass (im Dialekt Därgemer Fass) - mit 1700 m³ Fassungsvermögen das größte Fass der Welt - und von dort durch den Kurpark zum Gradierwerk. Noch genieße ich die Sonne, die Landschaft, den herrlichen Tag. Der Buchstabe „B“ steht jedoch augenscheinlich unter keinem guten Stern. Beinahe Beinbruch, so fühlt es sich an, als ich im Gradierwerk ausrutsche und auf der Treppe stürze. Mühsam und schmerzvoll wird der Weg zurück zum Hotel. Da braucht es zwischendurch ein Trostpflaster in Form eines leckeren Traminers, den wir auf der Terrasse des „Traubenkur“ im Kurpark bestellen. So richtig Lust auf Sauna habe ich nicht mehr, aber das Eis in der Sauna dient meinem Fuß zur Kühlung. Laura hat zur besten Abendbrotzeit den gesamten Wellnessbereich für sich allein, anschließend humple ich an ihrem Arm zum Abendessen. Eigentlich wollten wir eines der einladenden Weinrestaurants im Ort besuchen, dazu hätte ich aber ein Taxi benötigt. So lernen wir nun die Weinstube des Hotels kennen. Eine gute Wahl, wie wir am Ende des Abends feststellen. Gemütlich und einladend, eine kleine Auswahl an Speisen, wir entscheiden uns für Flammkuchen und mehrere Viertel Wein. Nach jedem Glas geht es meinem Fuß besser- scheinbar. Auch sonst scheint mir das Wellnesswochenende gut bekommen zu sein, werde ich doch beim Aufs-Zimmer-humpeln sehr charmant für Lauras Schwester gehalten... Als wir uns am nächsten Morgen, wieder nach einem herrlichen Frühstück, von diesem schönen Haus verabschieden, sind wir uns einig. Hier kommen wir gern noch einmal her, hier haben wir uns als Gäste umsorgt, willkommen und wohl gefühlt.

Kontaktdaten:

Gartenhotel Heusser
Seebacher Straße 50-52
67098 Bad Dürkheim

www.hotel-heusser.de

Wie beurteile ich das …

Gartenhotel Heusser in Bad-Dürkheim Note (1-6)
Lage, Landschaft, Infrastruktur 2
Freundlichkeit der Mitarbeiter beim Empfang 1
Größe des Zimmers 1
Ausstattung des Zimmers 1
Schlafkomfort 1
Größe des Badezimmers 1
Ausstattung des Badezimmers 1
Sauberkeit Zimmer und Bad 1
Ambiente im Restaurant 2
Auswahl auf der Speisekarte 1
Qualität der Speisen und Getränke 2
Kompetenz der Servicemitarbeiter 2
Wellnessbereich 1
Parkmöglichkeiten 1
Gesamtambiente des Hauses 2
Preis-Leistungs-Verhältnis 1
Durchschnittsnote: 1,3

Was würde ich ändern, wenn das mein Hotel wäre?

  • Die künstlichen Blumen auf den Frühstückstischen durch echte ersetzen oder, etwas weniger aufwändig, dem Edelsteinambiente des Hauses folgend, Kristalle mit Teelichtern aufstellen.
  • Türen vor den Duschen im Saunabereich, um eine Überschwemmung des Fußbodens und damit Rutschgefahr zu verhindern.
   
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