Genussmomente auf hohem Niveau
Eine perfekte Lunchstrategie zwischen geschäftigem Großstadttreiben und sommerblauem Himmel
20. August 2026
Wissenschaftler haben es herausgefunden, Tomatensaft schmeckt im Flieger besonders gut, was am geringen Luftdruck in der Höhe liegt.
Er verstärkt das Umami Gaumengefühl. Nun-ja, die 120 Meter Höhe, in denen sich das Restaurant des Panorama Towers am Leipziger Augustusplatz befindet, werden kaum die Ursache für ein sehr wohlschmeckendes Mittagsmenü sein, das uns hier, in gepflegter Atmosphäre, an einem Mittwoch serviert wird. Von Montag bis Freitag, immer ab 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr empfiehl eine Extrakarte kreative 3 Gänge für sensationelle 17,00 € . Die Suppe für vorne weg und das Dessert sind vorgegeben, bei den Hauptspeisen kann man wählen zwischen Fleisch, Fisch oder einer vegetarischen Variante. Da können es sich zwei Personen für den Preis eines Hauptgerichtes schmecken lassen, wie ein Blick auf die reguläre Karte zeigt. Auf dieser wird zum Beispiel Schweinefilet und Ragout, Baconchutney, gegrillte Melone, Pfefferöl, Focaccia Croutons, Paprikacreme, Jus für 38,50 € angeboten. Bevor wir unseren Hauptgang auswählen, werden uns von einem sehr freundlichen Kellner die Getränke, eine große Flasche Wasser (8,30 €), 0,5 l Ur-Krostitzer Schwarzbier (7,10 €) und ein Aperol Spritz (10,80 €) serviert. Die Suppe folgt sogleich. Eine Gazpacho von Avocado und Erbsen. In ihrer Mitte „blüht“ eine Rose vom gebeizten Lachs, die mit frischer Kresse dekoriert und mit einem Sahnestreifen nappiert ist. Da staunt das Auge, ehe die samtige, sahnige Konsistenz und eine leichte Schärfe den Gaumen erfreuen. Der Start ins Menü ist gelungen, mit dieser kalten Suppe, einer sehr passenden Empfehlung für heiße Hochsommertage. Von den drei Hauptspeisen, die zur Auswahl stehen, soll es für meinen Begleiter die geschmorte Entenbrust mit einer fruchtigen Kohlkombination und Kartoffelterrine sein, das Ganze auf einer leichten Soße und mit Parmesan bestreut. Ich bin gespannt auf eine Kartoffelroulade und Filoteig, Rotkohlhummus und Romanasalat. Als die Teller vor uns stehen, erfreuen wir uns schon allein an dem Anblick. Wie ein kleines Kunstwerk wurden die einzelnen Speisekomponenten arrangiert. Auf einer köstlichen Soße tummeln sich die zarte Entenbrust, die Terrine und ein Zweierlei von Kohlgemüse, bestehend aus Rot- und Weißkohl. Mein Begleiter äußert sich sehr lobend und ich schließe mich dem an. Ein Hauch Filoteig formt die Scheiben der Kartoffelroulade, die leicht angebraten sind. Sie liegen auf dem Rotkohlhummus, den ich als sehr kreativ und gelungen empfinde. Beides zergeht förmlich auf der Zunge und hinterlässt genau den oben genannten Umami Geschmack. Was für ein Hochgenuss! Wir fühlen uns wohl in dem sehr ansprechendem Ambiente des Restaurants und genießen neben den köstlichen Speisen und kühlen Getränken einen herrlichen Blick bis hin zum Völkerschlachtdenkmal. Umsorgt von einem überaus aufmerksamen Service, der sich vergewissert, ob alles in Ordnung ist, verbringen wir hier eine sehr entspannte Zeit. Inzwischen ist der Gastraum gut gefüllt. Das Mittagsspecial hat offensichtlich seine Liebhaber und sorgt so zur Mittagsstunde für eine gute Nachfrage. Ein Restaurantbetrieb mit Weitsicht, hier im doppelten Sinne! Das auf der Tageskarte angekündigte „Beschwingte Dessert“ soll der Höhepunkt des Menüs sein. Gekonnt zubereitet und malerisch angerichtet reihen sich auf einem Streifen Biskuit eine Cappuccino-Creme und ein Limoncellosorbet, dem man ein Baiserkrönchen aufgesetzt hat. Da kann man schon ins Schwärmen geraten und unsere vollste Zufriedenheit teilen wir auch gern unserem Kellner mit, als er nach einem doppelten Espresso (4,90 €) die Rechnung bringt. Bevor es wieder nach unten geht, geht es für uns aber erst noch ein Stück in die Höhe. Die Aussichtsplattform des Turms ist (gegen einen Obolus von 5,00 € pro Person) über Treppenstufen vom Restaurant aus zu erreichen. Mit einem 360 Grad Rundumblick können wir nun in einer Höhe von 140 Metern auf die Stadt und weit ins Land schauen. Man muss nicht Gast im Restaurant sein, um sich dieses Erlebnis zu gönnen. Ein kleiner Kiosk auf der Plattform bietet zu moderaten Preisen kleine Erfrischungen an. Tische und Bänke laden auch hier oben zum Verweilen ein. Zwei Jahre lang, von 1968 bis 1972, war der „Steile Zahn“, wie die Leipziger das City-Hochhaus gern nennen, das höchste Gebäude Deutschlands. Heute belegt es immerhin noch Platz 24 und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
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| Eine kalte Suppe für heiße Tage. | PanoramaTower | Kleines Dessert und großer Genuss |
Kontakt: Panorama Tower-Augustusplatz 9- 04109 Leipzig- Telefon +49 341-710 05 90- mail:
Öffnungszeiten: Mo-Do: 11:30 Uhr bis 22:30 Uhr, Fr-Sa: 11:30 Uhr bis 23:30 Uhr, So: 10:00 Uhr bis 22:00 Uhr


